Wandern mit Kindern ist anders. Es braucht einfach mehr Zeit. Vieles ist für sie neu und muss genau beäugt werden. Der Schmetterling, der Staudamm des Bibers, das Eichhörnchen – alles wird genau betrachtet und bestaunt. Da sind wir Eltern oft ungeduldig und drängen auf ein zügiges weiterwandern. Aber es soll schließlich ein gemeinsamer Ausflug werden und da haben alle ihre Bedürfnisse - Eltern ebenso wie Kinder.

Kinder rennen zwar oft spannenden Dingen hinterher, aber geradeaus auf dem eigentlichen Weg wird es dann schnell langweilig und das Tempo zunehmend langsamer. Die Gehzeiten sind daher mit dem 1,5 bis 2 fachen Faktor anzusetzen. Je nach Alter der Kinder und Länge der Tour.

Pausen

Kurz gefasst: Mehr Pausen, mehr Genuss. Das bedarf aber auch der Absprache. Je älter die Kinder, desto einfacher sind Angaben wie: „Wir machen heute insgesamt 10 Pausen (zwei Hände voll), in denen ihr rumtoben und spielen könnt. Aber dazwischen bleiben wir nicht dauernd stehen.“.

Die Pausen bewirken, dass die Kinder sich nicht zu sehr verausgaben und können auch genutzt werden, um jeweils eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Zudem bieten sie aus Sicht der Kinder mehr Abwechslung als der schnöde Weg an sich. Hier sei der Hinweis erlaubt, dass gerade alpine Wege nicht langweilig und schnöde sind. Gerade dann nicht, wenn die Kinder auch schon mal ihre Hände brauchen.

Geh Tempo

Wir Erwachsenen sind meist schneller unterwegs als die Kinder, bzw. diese passen sich, sofern sie groß genug sind, uns an und erschöpfen dann unter Umständen frühzeitig. Wir sollten uns daher ein langsameres Tempo als üblich verordnen. Auch hier ist unsere Geduld gefragt. Zwischendurch dürfen wir auch mal kriechen, wenn die Kleinen immer wieder vom Weg „abkommen“.