Wer surft wird fündig. Wir führen hier keine Beispiele für gute Wanderwege mit Kindern auf. Es wären Hunderte im gesamten deutschen Sprachraum. Sinnvoll ist es, in den Suchmaschinen wie Google und Co die Region einzugeben, in der die Wanderung stattfinden soll, und dann gezielt danach suchen. Wer zum Beispiel eingibt: „Wandern mit Kindern in den Dolomiten“ oder „Wandern mit Kindern am Rhein“ erhält hier Dutzende Vorschläge.

Deshalb geben wir nur ein paar allgemeine Tipps bzgl. der Wegearten.

Erste Wege für Kinder

Die ersten Wanderungen sollten in der näheren Umgebung unternommen werden. „Komm, heute laufen wir mal gemeinsam zum Waldspielplatz und schauen, ob die Rehe wieder da sind“.

Mit solchen Sätzen locken wir unsere Kinder locker vom Sofa.

Erste Steigerung

Wenn die ersten Wege gut gemeistert wurden, darf es weiter weg oder höher hinaus. Das bedeutet, die Strecken können länger und anspruchsvoller werden. Wichtig ist es auch unsere anderen Tipps zu beachten (z.B. nicht mehr als 4 Stunden für 6-Jährige). Alpine Wege sind für Kinder bis ca. 7 / 8 Jahren nicht geeignet. Zumindest müssen sie bis zu diesem Alter permanent beobachtet werden und ggf. an der Hand geführt werden.

Von Jahr zu Jahr bzw. mit zunehmender Erfahrung erfolgen längere und anspruchsvollere Abschnitte.

Mehrtagestouren mit sehr kurzen Abständen zwischen den Unterkünften sind bereits möglich.

Nächste Steigerung beim Wandern mit Kindern

Sind die Kinder 8 Jahre oder älter können auch schon recht lange Touren ins Auge gefasst werden. Eine Alpenüberquerung oder Hüttenwanderung mit entsprechend angepasster Tourenwahl ist dann durchaus drin. Wichtig ist dabei nicht nur das Alter, sondern auch das Können. Kinder, die schon früh mit ihren Eltern in den Alpen wandern waren oder dort wohnen, können so etwas vielleicht schon mit 7 Jahren, während andere noch zwei drei Jahre warten sollten. Bei unseren Familientouren haben wir aus der Erfahrung der Vergangenheit ein Mindestalter von 9 Jahren festgelegt.

Das Ende: vorbereitet für die große Tour

Kinder über 14 Jahre sind, sofern sie zuvor viel unterwegs waren, in der Lage vieles zu unternehmen, was auch die Eltern sich wünschen (vielleicht haben sie aber auch schon keine Lust mehr auf einen gemeinsamen Urlaub). Dann darf es mit entsprechender Ausrüstung auch ein Klettersteig sein, bei dem sie teilweise auf sich alleine gestellt sind (und dennoch unter Aufsicht). Ab 16 sind sie oft eh fitter als wir Eltern. Dann erübrigt sich vieles.