Geplanter Ablauf der TourTag 1 - Birgsau - Einödsbach - Rappenseehütte
Du startest Deine Tour in Oberstdorf und fährst zunächst mit dem Bus nach Birgsau. Südlicher wohnt in Deutschland niemand dauerhaft. Über die Terrasse vom Gasthof gelangst Du auf den Weg der Dich heute nach oben führt. Allgäuer Steilgrasberge umgeben Dich schon nach kurzer Zeit. Vorbei der an der Petersalpe und Enzianhütte erreichst Du auf 2.091 m die wunderschön, hoch über dem gleichnamigen See gelegene Rappenseehütte. Wenn Du abends noch Lust hast, begib Dich bei Sonnenuntergang vor die Tür - eine grandiose Stimmung wartet auf Dich.
4 h - 1.000 m rauf - 6 km
Tag 2 - Rappenseehütte - Lechleiten - Kaisersjochhaus
Vorbei am Rappensee geht es zunächst recht gemütlich Richtung Mutzentobel. Bis dahin kann Dir im Frühsommer das eine oder andere Schneefeld im Weg sein. Der Mutzentobel selbst ist mit seilen gesichert. Es folgt ein kurzer Anstieg und dann geht es fast ohne Höhenunterschiede oberhalb des Schänzlesees bis zum Salzbücheljoch. Durch ein paar Stallungen hindurch führt Dich der Weg weiter bis Du unten in Lechleiten an der Kapelle St. Wendelin wieder in der Zivilisation ankommst. Zu Einkehr lädt Dich das um die Ecke gelegene Holzgauer Haus ein. Falls Dir das zu früh ist, läuftst Du noch ein Stück nach unten und nimmst den Bus, der Dich inkl. Umstieg bis nach Kaisers bringt. Dort beginnt der gemächliche Aufstieg durch das Kaisertal bis zur Alpe Kaisers. Nach dem Überschreiten der Brücke geht es durch lichten Wald auf einem Pfad deutlich steiler aufwärtes. Nach ca. 300 Höhenmeter bis Du raus aus dem Gebüsch und wanderst gemütlich zum 2.310 m hoch liegenden Kaiserjochhaus.
5,5 h - 900 m rauf / 700 m runter - 12 km
Tag 3 - Kaiserjochhaus - Malfonalpe - Edmund-Graf-Hütte
Der heutige Abstieg ist oft recht rutschig, aber nicht allzu steil. Dafür erwartet Dich kein Geröll. Im Juli ist es hier häufig knallbunt, wenn die Bergwiesen blühen. An der Nessleralm könntest Du einkehren - zu früh? Dann wanderst Du weiter nach Vadiesen, von wo aus Dich ein privater Trasfer zur Malfonalpe bringt. Hier beginnt nun der Aufstieg zur Edmund-Graf-Hütte auf 2.375 m. Ca. 600 Höhenmeter warten nun auf Dich. Spätestens der Gedanke führt vielleicht dazu, dass Du unten auf der Alp noch eine Stärkung zu Dir nimmst. Bis oben gibt es nämlich nichts mehr. Gewaltige Ausblicke erwarten Dich hier oben im Verwall.
5,5 h - 650 m rauf / 1.050 m runter - 7,5 km
Tag 4 - Edmund-Graf-Hütte - Schmalzgrubenscharte - Heidelberger Hütte
Wenn Du mutig bist, kannst noch vor der Schmalzgrubenscharte (2.694 m) in den gleichnamigen See springen. Falls nicht, läufst Du nach der Scharte zunächst auf dem Kieler Weg weiter hinunter zur 2026 neu eröffneten Diasbahn, mit der Du nach Kappl hinunterschwebst. Die Kabinen der Bahn fuhren zuvor auf der Bundesgartenschau - echte Widerverwertung sozusagen. Ein Transfer bringt Dich zu Bodenalpe (Einkehr) oder noch weiter zur Gampenalp (keine Einkehr möglich). Ab hier verläuft der Weg mit nur mässiger Steigung aber traumhafter Umgebung bis Heidelberger Hütte (2.264 m). Kurz vor dem Ziel überschreitest Du die Grenze zur Schweiz. Der klimawandel hat sich 2023 recht eindrücklich gezeigt. Es hat einen mächtigen Bergsturz gegeben - seitdem ist das Fluchthorn 19 m niedriger.
6,5 h - 850 m rauf / 900 m runter - 14 km
Tag 5 - Heidelberger Hütte - Piz Davo Lais 3.027 m - Scuol
Heute wird´s wohl recht einsam hinauf zum Fuorcla Davo Dieu (2.806 m). Und es wird es wild. Verblocktes Gelände wartet auf Dich. Falls Du Lust hast, bezwingst Du noch den 3.027 Meter Piz Davo Lais. Menschen sucht man hier meist vergebens. Noch eher begegnen Dir hier Steinböcke. Von oben hast Du einen grandiosen Rundumbick. Du kannst zurückschauen bis nach Bayern, aber auch in die Dolomiten. Du siehst den Ortler mit seinen 3.905 m und viele andere 3.000er. Was für ein Anblick. Der Abstieg ins Val Laver bringt Dich in eine einsame Welt. Die Wege sind nicht immer gut erkennbar. Aber das macht den Reiz dieses Tages aus. Nach dem einsamen Val Laver überquerst Du mit dem Fuorcla Champatsch auf 2.730 m einen weiteren Pass. Dieser verlangt Dir deutlich weniger ab, als der Fuorcla Davo Dieu. Jetzt geht´s zur Bergstation Motta Naluns und hinunter nach Scoul. Die Rhätische Bahn Dich nach Ardez von wo aus Du in 10 Minunten Dein heutiges Ziel erreichst.
7,5 h - 950 m rauf / 1.050 m runter - 15 km (ohne Gipfel sind es ca. 1,25 Std und 200 hm weniger)
Tag 6 - Sur En - Uinaschlucht - Sesvennahütte
Das Taxi bringt Dich bis zur Uina Dadora oder Uina Dadaint (was möglich ist, entscheidet der Winter zuvor). Ab der Uina Dadain wird es kurz romatisch, idyllisch bevor Du in nur wenigen Minuten die Uinaschlucht ereichst, die aus rein tourisatischen Zwecken gebaut wurde. Dabei ging es lediglich darum das Engadin mit dem Schlinigtal zu verbinden. Die Schlucht selbst ist spektakulär. Der Weg hindurch relativ flach und unschwierig. Bei Mountainbikern ist die Strecke sehr beliebt. Aber keine Bange, die müssen schieben. Wenn Du aus der Schlucht rauskommst, wird es schlagartig wieder grün und nach kurzer Zeit überquerst Du die Grenze nach Südttirol. Über den Schlingpass (2.307 m) geht es danach in nur ca. 30 min weiter zur Sesvennahütte auf 2.254 m.
5 h - 1.150 m rauf / 350 m runter - 10 km
Tag 7 - Sesvennahütte - Schlinig Mals - Burgeis
Du steigst von der Sesvannahütte an der alten Pforzhemer Hütte hinauf auf den Panoramaweg. Der Name ist Programm. Der Ortler mit seine vergletscherten Kuppe ist zum Greifen nah. Diese Aussicht kannst Du in aller Ruhe genießen, bevor es steil nach Schlinig runter geht. Von hier aus nimmst Du den Bus und kannst dir in Ruhe noch das Kloster Marienberg oder auch Mals anschauen. Alternativ kannst Du auch am Vormittag noch einen Gipfel von der Sesvennahütte aus besteigen. Details dazu erhältst Du im Rahmen der Buchung. Du hast es nun geschafft und kannst stolz auf Deine Alpenüberquerung sein.
5,5
Tag 8 - Rückreise
Nach dem Frühstück geht es mit dem Bus zurück über den Reschen- und Fernpass nach Oberstdorf. Ankunft dort je nach Verkehr gegen 13:30 Uhr.
Bilder © Wilde Alpentouren, Horst Kopelent